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Der Therapiehund Zielsetzung der Tiergestützten Therapie
Der Therapiehund wird zur unterstützenden Förderung und Therapie bei Menschen eingesetzt. Das Caniscentrum Elke Brix bildet Hunde speziell auf die verschiedenen Behinderungsformen und diversen Funktions- einschränkungen von Menschen aus; dabei orientiert sich das Training des Hundes an seinem späteren Einsatzgebiet. Der Hund lernt ungewöhnliche Bewegungen, Geräusche und Gerüche zu tolerieren, er ist an diverse Hilfsmittel gewöhnt, er reagiert zuverlässig auf Hör- und / oder Sichtzeichen. Es gibt 2 grundsätzliche Einsatzmöglichkeiten eines Therapiehundes:
Tiergestützter therapeutischer Einsatz: Dies kann in der Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Heilpädagogik, Psychotherapie und in anderen sozialen, therapeutischen Bereichen erfolgen. Der Hund wird in die Arbeitsweise der "Grundtherapie" des Menschen vom Therapeuten gezielt integriert, in der "therapiefreien Zeit" ist er ein normaler Familienhund des Therapeuten. Dauereinsatz eines Therapiehundes: Dies kann bei einer behinderten Einzelperson zu Hause oder in einer sozialen Einrichtung (z.B. Wohnheim) erfolgen. Der Hund lebt bei seinem behinderten Besitzer, ist an dessen Behinderung gewöhnt, er reagiert gut auf entsprechende Kommandos des Behinderten. Der Hund hat die Aufgabe, u.a. psychisch zu stabilisieren, Außenkontakte zu erleichtern und Aktivitäten zu fördern. Motivationsziele: Eingehen von Beziehungen, Aufbau von Vertrauen, Übernahme von Verantwortung.
Erziehungsziele:
Verbesserung der Kommunikation, Arbeit im Team, Gegenseitige Rücksichtnahme, Förderung der Selbständigkeit. Erholungsziele:
Lösen von Verspannungen, Gewinnung von Zuwendung, Aner- kennung, Üben von Geduld, Abbau von Depressionen, Abbau von Ängsten. Einsatzgebiete für Therapiehunde:
Kinder und Jugendliche, Gewaltopfer, Begleiter bei therapeu- tischen Sitzungen, Krankenhäuser, Altenheime, Einrichtungen für behinderte Menschen.
Einsatzgebiete für Kinder und Jugendliche:
Psychische oder physische Beeinträchtigungen/Störungen, Schwellenängste Aggressivität, Hyperaktivität, Unausgeglichen- heit, Einsamkeit und Langeweile, Sprachstörungen, Förderung der Motorik.
Therapieziele:
Übernahme von Verantwortung, Erweiterung von Kreativität und Phantasie, Unterstützung der psychischen und physischen Gesundheit, Förderung der „sozialen Kompetenz“, Verbesserung der Grob- und Feinmotorik; Abbau von Aggressionen, Steigerung des Selbstwertgefühles, Stärkung der psychischen Sensibilität.
Gewaltopfer:
Seelisch und körperlich misshandelte Personen, Vergewaltige Personen, Opfer von Gewalttaten, Zeugen von Gewalttaten, Beteiligte z.B. ermittelnde Beamte.
Therapieziele bei Gewaltopfer: Der Zugang zum Opfer wird erleichtert, der Hund ist neutral, wird nicht sofort mit Menschen in Verbindung gebracht. Der Hund akzeptiert Menschen, wie sie sind. Er vermittelt Wärme, Zärtlichkeit, aber auch Nähe und Schutz.
Begleiter bei therapeutischen Sitzungen:
er dient als Brücke zwischen Therapeut und Patient. Der Zugang zum Patienten kann erleichtert werden, Patienten, vor allem Kinder und Jugendliche, lernen, sich an die Regeln zu halten, werden ruhiger, das Selbstwertgefühl wird gestärkt, wenn der Hund „ihren Befehlen“ gehorcht, Konzentriertes und aufmerksames Arbeiten über einen längeren Zeitraum. Bei autistischen Patienten kann es sein, dass sie wieder erste körperliche Berührungen zulassen. Krankenhäuser: Patienten haben einen hohen Bedarf an menschlicher Wärme und Zuneigung, die eigene Krankheit belastet die Beziehungen zu anderen Menschen, psychische und physische Barrieren können entstehen, der Hund hilft, diese abzubauen. Altenheime: Eigene Haustiere und deren Haltung ist in Altenheimen nicht erlaubt. Vereinsamung, die Patienten kapseln sich ab, verlieren ihre Lebensfreude, fühlen sich nicht mehr geliebt und gebraucht, haben keinen, für den sie Verantwortung übernehmen können. Der Besuch vermittelt Freundschaft und Wärme, hilft beim ersten Schritt, Sozialkontakte herzustellen.
Der Therapiehund bringt Abwechslung in den Heimalltag, liefert Gesprächsstoff und Vorfreude auf den nächsten Besuch. Bei neurologischen Grunderkrankungen, z.B. bei neurologischen Defiziten (Multiple Sklerose, Status post Schlaganfällen, Morbus Parkinson) können bemerkenswerte Ereignisse beobachtet werden. Wissenschaftliche Untersuchungen:
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Heilkraft sich in vielfacher Wirkung entfaltet. Die Liebe, die man einem Hund oder auch anderen Tieren entgegenbringt beeinflußt das körperliche und seelische Wohlbefinden des Menschen - sie ist so alt, wie die Geschichte der Menschheit, wie die Lebensgemeinschaft von Mensch und Hund. Aber erst vor 20 Jahren wurde sie von der Medizin als solche entdeckt. Tiere, besonders Hunde, sind von Natur aus freundlich. Sie widersprechen nicht. Aber sie können verstehen, sie können mitempfinden. Sie lesen unsere Gedanken von unseren Augen ab, sie begreifen unsere Bewegungen, denn ihnen ist die Sensibilität für die oft unbewußten Signale der Körpersprache nicht abhanden Urzeiten gelernt haben, wie wichtig es ist, jedes Lebewesen zu durchschauen und richtig einzuschätzen, haben sie sich ihr instinktives Wahrnehmungs- vermögen bewahrt.
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