Samstag, 31. Juli 2010
 
 
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Wussten Sie schon...

Seit Jahrzehnten halten sich in den Köpfen vieler Hundehalter
hartnäckig einige "Irrtümer", die schon viele Probleme mit dem
Hund heraufbeschworen haben. Einige dieser "Irrtümer" wird
Elke Brix hier richtigstellen: 

Mein Hund hat noch Welpenschutz
Falsch!!!   Welpenschutz gibt es nur innerhalb der eigenen
Gruppe. Welpen werden zwar oftmals von erwachsenen
Hunden nachhaltig behandelt, weil sie keine Konkurenz
darstellen oder zu unwichtig sind. Dennoch wird ein Welpe
der sich nicht angemessen verhält, vom älteren Hund
zurechtgewiesen. Der Welpe wird dadurch lernen, dass man
sich Althunden gegenüber respektvoll zu verhalten hat.
Diesen Prozess des Lernens nennt man Sozialisation. Der
Welpenstatus gilt übrigens nur bis ca. 16 Wochen –
anschließend gilt der Hund als Junghund.

Mein Hund fürchtet sich vor Autos, Kindern und vieles mehr
er hat wohl schlechte Erfahrungen gemacht
Kann sein, kann aber auch nicht sein. Wahrscheinlicher ist
aber, dass der Hund in einer wichtigen Phase seines Lebens
(je nach Rasse zwischen der 7. und 16. Lebenswoche) KEINE
Erfahrung mit diesen Dingen gemacht hat.

Der Hund wedelt mit dem Schwanz, er freut sich
Schwanzwedeln an sich zeigt zunächst nur an, dass der
Hund erregt ist. Ob freudig oder nicht, sieht man NUR an
der übrigen Körperhaltung! Wirkt der Hund entspannt,
locker, ist ein Ohrenspiel erkennbar, er ist freundlich
gestimmt.

Mein Hund ist dominant
Falsch. Dominanz ist keine Charaktereigenschaft. Dominanz
ist eine Eigenschaft von Beziehungen! Dr. Dorit Feddersen-
Petersen definiert Dominanz wie folgt: Dominanz bedeutet,
dass in einer dyadischen Beziehung (Zweierbeziehung) A
regelmäßig die Freiheit von B einschränkt bzw. sich selbst
ein hohes Maß an Freiheit zugesteht, ohne dass B effektiv
etwas dagegen tut, sondern B akzeptiert seine Einschrän-
kungen. Das heißt, dass Tier A in einer anderen Zweierbe-
ziehung sehr wohl das dominierte Tier sein kann.