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| Wegbegleiter mit Pfote und Schnauze |
Ausbildung von Servicehunden
Unter den 80 Millionen Bundesbürgern leben ca. 6,5 Millionen Behinderte. Viele leiden in unserer Gesellschaft unter Vorurteilen. Die Angewiesenheit auf andere Menschen macht Ihnen das Leben schwer.
Aktuelle Studien zeigen, dass Hunde entscheidend die Lebens- qualität von Behinderten und seelisch Erkrankten verbessern. Die Menschen werden selbstsicherer und eigenständiger.
Die Aufgaben eines Blindenführhundes: bringen Blinde sicher an Ziel: über Treppen, Straßen oder öffnet Türen
Auf Kommando sucht der Hund den Briefkasten, die Parkbank oder die Ampel
Die Aufgaben eines Behindertenbegleithundes:
bedient Lichtschalter an und aus, öffnet Schubladen und Türen, bringt die Hausschuhe (Schuhe), ferner bringt er das Telefon, oder die Fernbedienung, öffnet den Kühlschrank und bringt z. B. die Cola, oder andere Getränke (in Dosen oder Tetrapack). Der Hund zieht die Jacke oder Schuhe aus er geht einkaufen u.v.m.
Der Therapiehund Zielsetzung der Tiergestützten Therapie Motivationsziele: Eingehen von Beziehungen, Aufbau von Vertrauen, Übernahme von Verantwortung. Erziehungsziele:
Verbesserung der Kommunikation, Arbeit im Team, Gegenseitige Rücksichtnahme, Förderung der Selbständigkeit. Erholungsziele:
Lösen von Verspannungen, Gewinnung von Zuwendung, Anerkennung, Üben von Geduld, Abbau von Depressionen, Abbau von Ängsten.
Einsatzgebiete für Therapiehunde:
Kinder und Jugendliche, Gewaltopfer, Begleiter bei therapeu- tischen Sitzungen, Krankenhäuser, Altenheime, Einrichtungen für behinderte Menschen.
Einsatzgebiete für Kinder und Jugendliche:
Psychische oder physische Beeinträchtigungen/Störungen, Schwellenängste Aggressivität, Hyperaktivität, Unausgeglichen- heit, Einsamkeit und Langeweile, Sprachstörungen, Förderung der Motorik.
Therapieziele: Übernahme von Verantwortung, Erweiterung von Kreativität und Phantasie, Unterstützung der psychischen und physischen Gesundheit, Förderung der „sozialen Kompetenz“, Verbesserung der Grob- und Feinmotorik; Abbau von Aggressionen, Steigerung des Selbstwertgefühles, Stärkung der psychischen Sensibilität.
Gewaltopfer:
Seelisch und körperlich misshandelte Personen, Vergewaltige Personen, Opfer von Gewalttaten, Zeugen von Gewalttaten, Angehörige, Sonstige Beteiligte z.B. ermittelnde Beamte.
Therapieziele bei Gewaltopfer:
Der Zugang zum Opfer wird erleichtert, der Hund ist neutral, wird nicht sofort mit Menschen in Verbindung gebracht. Der Hund akzeptiert Menschen, wie sie sind. Er vermittelt Wärme, Zärtlichkeit, aber auch Nähe und Schutz.
Begleiter bei therapeutischen Sitzungen:
er dient als Brücke zwischen Therapeut und Patient. Der Zugang zum Patienten kann erleichtert werden, Patienten, vor allem Kinder und Jugendliche, lernen, sich an die Regeln zu halten, werden ruhiger, das Selbstwertgefühl wird gestärkt, wenn der Hund „ihren Befehlen“ gehorcht, Konzentriertes und aufmerk- sames Arbeiten über einen längeren Zeitraum. Bei autistischen Patienten kann es sein, dass sie wieder erste körperliche Be- rührungen zulassen
Krankenhäuser:
Patienten haben einen hohen Bedarf an menschlicher Wärme und Zuneigung, die eigene Krankheit belastet die Beziehungen zu anderen Menschen, psychische und physische Barrieren können entstehen,der Hund hilft, diese abzubauen.
Altenheime:
Eigene Haustiere und deren Haltung ist in Altenheimen nicht erlaubt. Vereinsamung, die Patienten kapseln sich ab, verlieren ihre Lebensfreude, fühlen sich nicht mehr geliebt und gebraucht, haben keinen, für den sie Verantwortung übernehmen können. Der Besuch vermittelt Freundschaft und Wärme, hilft beim ersten Schritt, Sozialkontakte herzustellen.
Der Therapiehund bringt Abwechslung in den Heimalltag, liefert Gesprächsstoff und Vorfreude auf den nächsten Besuch. Bei neurologischen Grunderkrankungen, z.B. bei neurologischen Defiziten (Multiple Sklerose, Status post Schlaganfällen, Morbus Parkinson) können bemerkenswerte Ereignisse beobachtet werden.
Signalhunde für Hörbehinderte:
Gehörlose haben es oft sehr schwer im Alltag, weil man ihnen ihre Behinderung nicht sofort ansieht. Für Sehbehinderte gibt es schon sehr lange den Blindenführhund. Aber auch für Gehörlose gibt es speziell ausgebildete Hunde, die auf akustische Signale reagieren die so genannten Hearing Dogs oder Signalhunde.
Signalhunde übernehmen sozusagen das Hören für ihre Besitzer. Sie unterstützen ihren gehörlosen oder schwerhörigen Menschen im Alltag, indem sie ihn auf wichtige Geräusche aufmerksam machen, wie die Türklingel, den Wecker oder das Telefon. Nimmt der Hund einen dieser Laute wahr, überprüft er die Geräuschquelle und alarmiert dann seinen Besitzer. Durch Anstupsen und Anspringen signalisiert der Vierbeiner dem Menschen, dass er ihm folgen soll.
Die Ausbildung zum Signalhund ist in Deutschland noch recht selten und es gibt nur wenige anerkannte Trainer/innen die solche Hunde ausbilden. Ich absolvierte meine Ausbildung zum Servicehundetrainer bei SAM Deutschland e.V..
Ein Signalhund ist nur auf seinen Besitzer fixiert, allein ihn macht er auf das bekannte Geräusch mit den verabredeten Zeichen aufmerksam. Der Signalhund reagiert auf Klopfen, bringt ihren Besitzern das klingelnde Telefon oder Handy und weckt diese auf, wenn der Wecker klingelt.
Die Hunde nehmen von Zeit zu Zeit selbstständig neue, für ihren Menschen notwendige Geräuschquellenin ihr Repertoire auf.
Besonders schwierig ist der Gang durch den Straßenverkehr: Hier überlagern sich die unterschiedlichsten Geräuschquellen wie Autos, Menschen- oder Baustellenlärm. Der Signalhund kann Geräusche wie z.B. die "Fahrradklingel" problemlos heraus- filtern und ihren Besitzern vor der gefährlichen Situation warnen.
Durch ihre gelbe Sicherheitsweste ist für jeden sichtbar, dass es sich bei den Signalhunden nicht um gewöhnliche Vierbeiner, sondern um Behinderten-Begleithunde handelt.
Fertig ausgebildete Signalhunde sind für ihre Besitzer unersetzlich.
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